Pädagogik
Achtsamkeitskonzept
Die Silberbachschule hat sich auf den Weg gemacht, eine achtsame Schule zu werden.
Das bedeutet für uns, für jedes Kind ein Umfeld mit vielfältigen Angeboten und Möglichkeiten zu schaffen, in dem:
- es seine innere Ruhe entwickeln kann
- es bewusst den gegenwärtigen Augenblick wahrzunehmen lernen
- es die eigene Aufmerksamkeit aktiv zu lenken lernt
- es sich selbst mit allen Sinnen bewusst erfahren kann
- es üben kann, sich selbst zu reflektieren.
Damit möchten wir als Schulgemeinde erreichen. dass die Kinder:
- die tiefe und befriedigende Freude am konzentrierten Lernen für sich entdecken
- achtsam mit sich selbst, ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt umgehen
- in einer friedvollen, respektvollen und wertschätzenden Atmosphäre die schulische Gemeinschaft erleben
- Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und die päd. Mitarbeiter wollen diesen Weg mit und für die Schülerinnen und
- Schüler der Silberbachschule gemeinsam gehen und gestalten.
Hausaufgabenkonzept
Die Schulgemeinde der Silberbachschule hat sich im Schuljahr 2012/13 im Rahmen der Umstrukturierung zur ganztägig arbeitenden Schule nach Profil 1 (seit 2017 Profil 2) mit dem bisherigen Hausaufgabenkonzept auseinandergesetzt und dies neu konzipiert. Kinder, Eltern, Betreuungskräfte und Lehrkräfte haben ihre jeweiligen Erwartungen und Ideen an die inhaltliche und organisatorische Struktur der Aufgaben formuliert. Innerhalb einer Arbeitsgruppe wurden alle formulierten Aspekte ausgewertet, zusammengefasst und ausgearbeitet. Konsens war: Selbstständig erarbeitete Aufgaben tragen zum positiven Selbstverständnis und Selbstkonzept des Kindes bei. Daraus wird deutlich, dass die selbstständige Auseinandersetzung mit differenzierten Aufgabenstellungen den Entwicklungsprozess der Lernenden fördert. Neben der Selbstständigkeit ist die Haltung zu der zeitlichen Dimension, in der die Aufgaben erarbeitet werden sollen ebenso wichtig. „Ziel ist es, den Lernenden zu ermöglichen Herausforderungen im Leben anzunehmen und diese erfolgreich und verantwortungsvoll zu meistern.“ (vgl. Hessisches Kerncurriculum 2011, Primarstufe Teil A)
Daraufhin wurden für alle Beteiligten jeweils 10 Verbindlichkeiten festgelegt, die den erarbeiteten Aspekten der Gremien sowie der Verordnung Rechnung tragen. An diese Verbindlichkeiten halten sich alle Schulgemeindemitglieder.
Das Konzept wurde durch die Gesamtkonferenz und die Schulkonferenz am 10.06.2013 verabschiedet.
Lesekonzept
Das Lesen hat in unserer Schule einen besonderen Stellenwert. Um für alle Kinder der Schule das Lesen lernen motivierend zu ermöglichen und zu gestalten, hat die Silberbachschule ein schuleigenes Lesekonzept entwickelt.
Förderkonzept
Innerhalb zusätzlicher Förder – und Forderstunden, haben Kinder in Kleingruppen die Möglichkeit, Unsicherheiten in bestimmten Themenkomplexen oder aber weiterführende Themen differenzierter und individuell zu erarbeiten.
Voraussetzungen und Bedingungen
Bereits in dem Leitbild der Silberbachschule wird der Schwerpunkt „Fördern und Fordern“ betont. Er bezieht sich sowohl auf unsere Aufgabe der Wissensvermittlung, die Gesundheitsförderung als auch auf unseren erzieherischen Auftrag in einer demokratischen Gesellschaft. Im Vordergrund steht dabei sowohl das Miteinander, als auch das Voneinander lernen. Das zunehmende, selbstständige Arbeiten der Schüler; mit dem Ziel die Selbststeuerung und Reflexion des Lernpozesses anzubahnen, spielt für uns an der Silberbachschule ebenso eine wichtige Rolle.
Dies bedeutet, dass zunehmend der Schüler im Mittelpunkt des Lernens steht und die Lehrkraft mehr und mehr zum Begleiter wird. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf die Stärken der einzelnen Schüler.
Das Kollegium der Silberbachschule ist seit dem Schuljahr 2012/13 auf dem Weg hin zur Individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern. Durch Schaffen von Verbindlichkeiten, bezogen auf den Unterricht und auf systemischer Ebene, wird dies zunehmend deutlich. Schüler, die unsere Schule nach vier Jahren verlassen, sollen in dieser Zeit verschiedene offene Arbeitsformen und Methoden zur Selbststeuerung kennengelernt.
Ziele:
Ziel ist es in erster Linie, die Schüler so anzunehmen wie sie sind, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen und sie ihnen bewusst zu machen, um sie durch geeignete Strategien und Methoden in ihrem Lernprozess zu unterstützen. Neben der Wissensvermittlung sollen die Kinder vor allem zu sozialem und verantwortungsbewussten Handeln befähigt werden. Durch Unterstützung von außerschulischen Institutionen sollen Lernblockaden erkannt und abgebaut werden, um die Freude am Lernen zu wecken und zu erhalten. Durch offene Unterrichtsformen und dem Anbahnen von Methoden und Strategien wird versucht, der Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit der Schüler gerecht zu werden. Für Kinder mit erhöhten Förderberdarf werden individuelle Förderpläne geführt, um die gemeinsamen Strategien und Beschlüsse aller an der Förderung des Kindes beteiligten Personen aufeinander abzustimmen, die Fördermaßnahmen festzuhalten und in regelmäßigen Abständen zu überprüfen (Zeitleiste Jahresplangespräche).
Bei manchen Schülern stellt sich während der Schulzeit heraus, dass sie große Schwierigkeiten haben, dem Lerntempo und dem Lernstoff der jeweiligen Klasse angemessen zu folgen.
Für den Fall, dass auch binnendifferenzierende Maßnahmen in der Klasse nicht mehr ausreichen, um diese Kinder ausreichend zu fördern, gibt es die Möglichkeit, „besonderen Förderbedarf“ in Form von zusätzlichen Lehrerstunden vom zuständigen Beratungs- und Förderzentrum (BFZ) zu beantragen. Lehrerinnen und Lehrer des BFZ kommen für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf regelmäßig für einzelne Stunden an unsere Schule und unterstützen diese Kinder während des Unterrichts im Klassenverband oder in Einzelförderung. Zusätzlich findet eine Beratung der betroffenen Klassenlehrer/innen und Eltern statt.
Damit soll verhindert werden, dass diese Kinder entweder eine Klasse wiederholen müssen oder aber „sonderpädagogischer Förderbedarf“ festgestellt wird, was mit dem Wechsel an eine Schule für Lern- oder Erziehungshilfe (Förderschule) verbunden ist.
Schülerinnen und Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)
Das weitaus häufigste Problem in höheren Klassenstufen, das zusätzliche Maßnahmen erfordert, ist das Auftreten einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS).
Kinder mit LRS haben große Schwierigkeiten beim Lesen und/oder beim Schreiben, insbesondere bei Diktaten, bei denen trotz Übung und Vorbereitung regelmäßig außergewöhnlich viele Fehler (>10) gemacht werden.
Falls bei einem Kind der Verdacht auf LRS besteht, wird mit ihm ein diagnostischer Test (zum Beispiel HSP) durchgeführt, wobei eine qualitative Auswertung die Basis für entsprechende Fördermöglichkeiten darstellt. Ferner werden auch frei geschriebene Texte des Kindes untersucht, um eine LRS sicher zu diagnostizieren. Die endgültige Feststellung einer LRS obliegt dem/der Klassen- beziehungsweise Deutschlehrer/in.
Kinder mit LRS erhalten zusätzliche Förderstunden außerhalb des Klassenunterrichts. Zusätzlich werden Diktate bei diesen Kindern nicht gewertet, wenn die Note schlechter als ausreichend ist. Hierzu wird ein Nachteilsausgleich von den Eltern beantragt.
Auch bei anderen Arbeiten sowie in der Deutschnote im Zeugnis wird die Rechtschreibleistung nicht berücksichtigt.
Ferner können zusätzliche Hilfen (zum Beispiel Vorlesen von Textaufgaben im Mathematikunterricht) durch den jeweiligen Lehrer benötigt werden.
Im Zeugnis erhalten diese Kinder einen entsprechenden Vermerk.
Eine regelmäßige Überprüfung von Schülerinnen und Schülern durch einen standardisierten Test (HSP/ Hamburger Schreib-Probe) bzw. durch Lernstandsermittlungen findet ab der 2. Klasse statt.
Vorlaufkurs/ Sprachförderung
"Die Sprache ist der Schlüssel zur Welt." Maria Montessori
Die Sprachförderkurse werden für ein ganzes Schuljahr für die zukünftigen Schulkinder eingerichtet, die noch nicht über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen.
Der Kurs umfasst acht Stunden pro Woche. An einem Vorlaufkurs nehmen in der Regel zehn bis fünfzehn Kinder teil und er findet in einem Klassenraum der Silberbachschule statt. Der Kurs wird von einer Lehrkraft geleitet, er soll die Kinder beim Erwerb der deutschen Sprache unterstützen, so dass sie im ersten Schuljahr bzw. im laufenden Schuljahr dem Unterrichtsgeschehen folgen und erfolgreich mitarbeiten können.
Für die Vorlaufkurskinder, die noch den Kindergarten besuchen, besteht noch keine Schulpflicht. Daher ist der Besuch des Kurses für sie grundsätzlich eine freiwillige Angelegenheit. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, die Ihr Kind regelmäßig bringen und abholen müssen. Es finden regelmäßig Elterngespräche ggf. gemeinsam mit den Erzieherinnen statt, um Wege aufzuweisen, wie die Kinder außerhalb der Schule sprachlich gefördert werden können.
Der Vorlaufkurs findet am Vormittag ( Mo. bis Do.) von 8.00 Uhr bis 9.30 Uhr statt, so dass die Kinder an allen Aktivitäten und am Alltag des Kindergartens möglichst uneingeschränkt teilnehmen können. Sie können so umfassender integriert werden und in ihren sozialen Kompetenzen gestützt werden. In der Regel besuchen die Kinder den Vorlaufkurs über ein Schuljahr.
Überfachliches Curriculum
Sachunterrichtscurriculum
Sachunterricht legt bei den Lernenden ein Fundament zur Welterschließung. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, orientieren sich die Inhalte und Herangehensweisen an der Lebenswirklichkeit und den individuellen Bedürfnissen und Interessen der Kinder. Diese erweitern vorhandene Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten in der Auseinandersetzung mit Phänomenen und Prozessen in der belebten und unbelebten Natur, dem gesellschaftlichen Zusammenleben, der Orientierung in Raum und Zeit und der Entwicklung und Bedeutsamkeit von Technik.
Im Sachunterricht erwerben die Lernenden Handlungskompetenzen, um sich ihre natürliche, soziale und technische Lebenswelt zu erschließen, einen eigenen Standpunkt einzunehmen und die eigenen Möglichkeiten zu nutzen. Gleichzeitig wird eine Grundlage geschaffen, um sich den Herausforderungen unserer mobilen und sich laufend verändernden Gesellschaft zu stellen.
Neben dem Erwerb fachlicher Kompetenzen soll eine emotionale Grundhaltung von Neugier, Aufmerksamkeit und Empathie aufgebaut und erhalten werden. Sachunterricht berücksichtigt die Interessen und Konzepte der Kinder und ihre Vorerfahrungen. Aktuelle Ereignisse werden dabei ebenso einbezogen wie gesellschaftliche Schlüsselprobleme.
Sachunterricht berücksichtigt Fragen und Deutungskonzepte der Kinder und hilft ihnen, ihre Erklärungsmuster angemessen zu versprachlichen, zu präsentieren und weiterzuentwickeln. Sie formulieren eigene Fragen, erproben und bewerten auch im Dialog mit anderen eigene Lösungsvorschläge und entwickeln Einstellungen und Haltungen.
Das eigene entdeckende Tun der Kinder spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Sie lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, sich an Ordnungen und Strukturen zu orientieren und mit der Natur und anderen Lebewesen achtsam umzugehen. In diesem Sinne leistet der Sachunterricht einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung und fördert die Entwicklung von Vertrauen und Selbstwertgefühl
(aus Hessisches Kultusministerium, Kerncurriculum Hessen, Primarstufe, Sachunterricht)
Taunussteiner Modell
Im Mittelpunkt des Taunussteiner Modells steht die Vernetzung der Taunussteiner Grundschulen und der Kindertageseinrichtungen.
Die Zusammenarbeit der Wehener und Orlener Kindertagesstätten mit der Silberbachschule hat feste Wurzeln und kann auf gute Erfolge und eine positive Zusammenarbeit verweisen.
DasTreffen des Arbeitskreises Wehen findet regelmäßig statt. Dort tauschen sich Lehrerinnen und Erzieherinnen über Erziehungs- und Lernfragen aus.
Kommunikationskonzept
An der Silberbachschule streben wir eine wertschätzende, vertrauensvolle und lösungsorientierte Kommunikation an.
Wir können die Entwicklung an der Schule positiv beeinflussen, wenn wir konstruktiv
zusammenarbeiten und uns erst einmal Vertrauensvorschuss geben.
Folgende Haltung / folgendes Selbstverständnis wünschen wir uns (PDF):
- Elternhaus und Schule haben manchmal unterschiedliche Sichtweisen.
Gleichzeitig haben sie aber das gleiche Ziel – das Wohl des Kindes. - Wir sind offen für Vorschläge des jeweils Anderen – und prüfen sie wohlwollend.
- Bei Verunsicherungen aufgrund von Informationen durch Dritte, ist die erste Reaktion für einen
wertschätzenden und vertrauensvollen Umgang miteinander, das direkte Nachfragen beim
jeweiligen Gegenüber. - Alle Mitglieder der Schulgemeinde reden über alle Bitten, Anliegen, Kritikpunkte immer
direkt mit denjenigen, die betroffen sind. - Schulleitung und Elternbeirat werden nur eingeschaltet, wenn das Problem auf der
jeweiligen Ebene nicht zu lösen ist. - Konstruktive Kritik ist willkommen und wird offen und direkt formuliert, auf eine annehmbare
Weise. - Im Falle größerer Konflikte wird eine Moderation von außen dazu geholt.
In allen Fragen, die einzelne Personen betreffen, gilt die Verschwiegenheitspflicht:
1. Eine entsprechende Erklärung wird zu Beginn von allen Elternbeiratsmitgliedern
unterzeichnet.
2. Schulleitungen und Lehrkräfte sind von Amts wegen zur Verschwiegenheit bei Personalia
verpflichtet.
Finden Sie als Elternteil hier den richtigen Ansprechpartner für Ihr Anliegen.
Bewertungskriterien Arbeitsverhalten
Hier finden Sie unsere Kriterien für die Bewertung des Arbeitsverhaltens der Schüler und Schülerinnen an der Silberbachschule.